Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetzes „enteignet“ die Besitzer

Keine Einschränkung in den Rechten des Wohnungseigentümers zu Gunsten der Hausverwaltung,

sagt unser  Mitglied Gerhard  und sucht Diskussionspartner zum Austausch.

 

Seit April 2020 liegt der Entwurf des Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetzes (WEMoG) vor. Dieser Gesetzentwurf wird in keiner Weise den Anforderungen gerecht, die aus Eigentümer-​ und Verbrauchersicht an eine Reform des Wohnungseigentumsgesetzes zu stellen sind. Mit der neuen Verwalterstärkung bei gleichzeitiger Reduzierung der Rechte der einzelnen Eigentümer und ohne adäquate andere Instrumente zur Verwalterkontrolle werden die Wohnungseigentümer die Macht über die Verwaltung des Gemeinschaftseigentums verlieren und stattdessen mit erheblichen neuen Risiken belastet werdenUnser Mitglied hat in seinem Haus mit seiner Wohnung schon viele negativen Erfahrungen unter der gegenwärtigen Gesetzeslage gemacht.

 

Der Verein Wohnen im Eigentum schrieb dazu im Frühsommer:

„Das Wohnungseigentumsgesetz soll radikal umgestaltet werden mit hohen neuen Risiken für die Wohnungseigentümer“, sagt Gabriele Heinrich, Vorstand des Verbraucherschutzverbands Wohnen im Eigentum (WiE). Heinrich, die auch als Sachverständige in der Öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses des Bundestags am 27.05.2020 Stellung zum Gesetzentwurf bezogen hat, kritisiert vor allem, dass Verwalter von Wohnungseigentumsanlagen zu „Geschäftsführern“ der Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) aufsteigen sollen. Angemessene und leicht praktikable Eingriffs-​ und Kontrollrechte der Eigentümer fehlen. Diese Konstruktion ist umso fragwürdiger, da die Verwalter fremdes Geld und fremdes Vermögen verwalten. Zudem passt diese hohe Verantwortung nicht zu einem Berufsstand, in dem bei weitem nicht nur Profis unterwegs sind.“

Gerhard, Ingenieur im Ruhestand, weiß wovon er spricht und möchte mit anderen Betroffenen im Bundesgebiet in Diskussion  treten.

Schreiben Sie einfach eine Mail an den Bundesverband Graue Panther e. V. und wir leiten es weiter: bundesverband-graue-panther@email.de

G.G. Rosenheim  im  August 2020