Trümmerfrauentag 09. Juli 2020 mit Corona-Einschränkungen

 

Das Bezirksamt Neukölln bescherte uns die Überraschung, dass wir statt einer verwilderten Grünfläche ein sauber mit Steinen verlegtes Podest vorfanden, auf dem eine mit Blumen bepflanzte Steinschale stand. Unsere bunten Topfpflanzen fanden dann am Rand noch ein Plätzchen.

Gelbe Rosen wurden der Denkmal-Figur in den Arm gelegt  zur Erinnerung an alle Trümmerfrauen, die trotz aller Aufbauarbeit im Alter unversorgt blieben und zur Erinnerung an die Verzweiflungstat einer Trümmerfrau, die am 09. Juli 19.. ihr Leben beendete, weil sie meinte, die Mieterhöhung von ihrer Minirente nicht mehr zahlen zu können. Sie erhängte sich.

           

Die Corona-Einschränkungen beachtend, fanden sich die Mitglieder des SSB Berlin einzeln am Trümmerfrauen-Denkmal in der Neuköllner Hasenheide ein, stellten sich mit Abstand auf und begaben sich auch einzeln wieder nach Hause.  Allgemein war man aber doch froh, dass ein persönliches Zusammentreffen möglich war und so dem Vereinsleben etwas Bewegung eingehaucht wurde.

 

Mit einfühlsamen Worten ehrte der 1. Vors. des SSB Berlin e.V. die Leistung der Trümmerfrauen, die in der Jetzt-Zeit mit Minirenten auskommen mussten, weil die Gesellschaft einfach „vergaß“ sie mit einer Mindestrente oder mit einem Ehrensold abzusichern.

 

Und gegen das Vergessen dieser Frauen findet man weitere Informationen auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%BCmmerfrau-Denkmal_(Berlin-Neuk%C3%B6lln)