Der Schutz des Eigentums (….) und eine gerechte Rente

Leserbrief aus dem SeniorenSchutzBund GP Rosenheim

 

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,

Bezugnehmend auf die Vorstellung der Direktkandidaten der Region im OVB hat das Statement von Frau Ludwig mir und den Unterzeichnenden keine Ruhe gelassen.
Sehr verwundert hat uns die Aussage der Frau Ludwig. Zitat: „Der Schutz des Eigentums (….) und eine gerechte Rente, von der die Menschen auch im hohen Alter gut leben können, das sind weitere Herzensthemen meiner Arbeit.

Wir wissen nicht, wo sich die CSU und auch die CDU, geschweige denn Frau Ludwig, für eine gute Rente stark gemacht haben. Eingesetzt hat sich die CSU für eine lächerliche Verbesserung der Mütterrente. Bis 2014 bekamen Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, lediglich einen Rentenpunkt (RP) gutgeschrieben. Mütter, die NACH 1992 Kinder geboren haben, erhielten damals schon drei RP. Diese Diskriminierung und Benachteiligung wurde durch einen halben RP (2014) nur maginal verbessert. Wir würden sagen eine Frechheit!

Wir haben Frau Ludwig auf einer Veranstaltung der AFA 2013 in Kolbermoor gefragt, warum diese Diskriminierungh nicht beendet wird und ob man in Berlin auf ein sozialesverträgliches Ableben der älteren Mütter wartet. Die lapidare Antwort war, dass man zur Zeit für einen vollen Ausgleich kein Geld habe. Wohl wissend, dass die Mütterrente, weil eine versicherungsfremde Leistung und damit eine gesamtgesellschaftliche Leistung zum größten Teil von den gesetzlich Versicherten bezahlt wird. Man hat den Eibdruck, Frau Ludwig weiß das bis heute nicht, wie so viele andere Politiker der CSU und CDU auch nicht. Mittlerweile wird den älteren Müttern gnädigerweise der 2. Rentenpunkt bewilligt. Die Dikriminierung bleibt. So kleinlich und penibel ist man bei den Pensionen der Politiker nicht, obwohlm sie selber nichts zahlen müssen.
Das steht im Gegensatz des Art. 1 GG, in dem die unveräusserlichen Menschenrechte genannt werden und Art.3 GG, in dem es heißt: Alle Menschen sind vor dem Gesetzt gleich.
Wenn sich Frau Ludwig für eine gute Rente einsetzen würde, wäre es ein starkes Zeichen, wenn sie sichals 1. Schritt dafür einsetzen würde, dass alle Abgeordneten solidarisch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlten. Ein2. und notwendiger Schritt wäre die Einbeziehung der Beamten, Richter, Professoren, Teile der Selbstständigen und alle anderer Erwerbstätigen.
Das das möglich ist und noch vieles andere mehr, machen uns andere EU-Länder vor teils auf unsere Kosten und zeigen der stärksten europ. Wirtschaftsmacht wie eine gerechte, solidarische Rente funktioniert.
Dazu passt ein Artikel in der Ausgabe vom 23. September: Viele Senioren mit niedriger Rente.
Auch das gehört zur Wahrheit vor den Wahlen in Deutschland.

gez. Gerd Borchers
Kolbermoor