Beamtentum in der Bibliothek eine Reliquie („reliquiae“ = sterbliche Überreste von als heilig verehrten Personen) aus Königszeiten, dass nicht zur modernen Digitalisierung – zum Digitalisierungswahn – passt.
Beamtenabsicherung für hoheitliche Aufgaben: JA, aber zum Verwalten von Büchern und dann noch in der gehobenen Gehaltsklasse? Mit der großen Welle der Pensionierungen durch die Babyboomer, wäre eine Chance vorhanden, diesen überholten Status auslaufen zulassen.
Aber NEIN, die noch amtierenden Verwaltungsbeamten der Georg August Universität möchten ihre königlichen Privilegien weitervererben und schreiben öffentlich oder halböffentlich Stellen mit Verbeamtungsaussichten aus.
Warum muss die eine Fachkraft in der Bibliothek ein/e Beamt/in sein? Eine andere mit Pech im Leben und wird gesetzlich versichert. Zahlt also selbst (!) in die GRV ein – um später höchstens 48 % als Rente ausbezahlt zu bekommen. Während Beamte, die Null-Komma-Nichts in die Rentenkasse eingezahlt haben, bei der Regel-Lebensarbeitszeit von 40 Jahren 71,75 % des letzten (in der Regel höchsten!) Bruttogehalts ihre beachtliche Pension beziehen. Aso lebenslang alimentiert von der Masse der deutschen Steuerzahler. Und „dank“ der monopolartigen Lobby-Connection „dbb-tarifunion“ mit Verdi ist für die hochdotierten Pensionäre, zu denen die meisten Professoren und fast 80 % der Leher gehören, garantiert, dass deren „Altersruhegeld“ regelmäßig steigt. Egal wie sich die Zeiten und sozialökonomischen Umstände in Deutschland und Europa ändern.
Darüber hinaus profitieren Beamte von vielen weiteren Vorzügen; steuerrechtlich, bei Heirat, Kindern, Weihnachtsgeld….
Die sozialen Ungerechtigkeiten in Deutschland sind schon jetzt zu groß. Soll der Gap zwischen Beamten (die i.d R. problemlos zusätzlich privat vorsorgen können) und denjenigen, die das nicht oder kaum können, noch größer werden?
Vor allem: Seitens der wirkmächtigen Beamtenlobby – bis hin zum Innenministerium – wird immer wieder pauschal vom Öffentlichen Dienst gesprochen, ohne zwischen tariflich Beschäftigten und Beamten zu differenzieren.
Unsere Kritik am aus der Zeit gefallenen Beamtentum richtet sich also nicht gegen den Öffentlichen Dienst.
Wieso wird vom Beamtenbund immer wieder ignoriert, dass in den meisten europäischen Ländern, besondere in der Schweiz, Österreich, den Niederla den, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland a l l e Werktätigen, auch Beamte und Selbständige, in die Sozialsysteme einzahlen?