Soziales Pflichtjahr für Senioren, na geht’s noch!!

Veröffentlicht am 3. September 2025

Der Senioren Schutz Bund Graue Panther protestiert auf schärfste gegen dieses Ansinnen und fordert alle zukünftig betroffenen zum Streik auf!

Hätten wir ein besseres Schulsystem und jahrzehntelang eine bessere Integrationspolitik gemacht, und die Arbeitgeber Ausbildungsstellen zur Verfügung gestellt, statt Lehrstellen abzubauen, wären heute ausreichend Fachkräfte zur Verfügung. Dass ein Arbeitnehmer nach 40 Berufsjahren in den Ruhestand geht ist vorauszusehen, wenn die Politik nicht in Wahlperioden, sondern in Generationen denken und die Arbeitgeber ihre Gewinne nicht privatisieren und die Kosten sozialisieren würden, indem sie die Menschen ins Bürgergeld schicken, statt sie zu beschäftigen, dann wäre auch mehr Geld in den Sozialkassen.

Viel sinnvoller wäre die Erhöhung der Zuverdienstgrenze, dann würden die Menschen Anreize finden, erst einmal wieder etwas arbeiten zu gehen und vielleicht wieder ins normale Arbeitsleben finden.

In Berlin, an einem Mittwoch um 9:30 Uhr:

Ich bin 78 Jahre alt, auf dem Weg zur Arbeit, wartend an einer Bushaltestelle. Dort sitzt ein junger Mann im Wartehäuschen und hat gekokst, eine junge Frau, auch etwas berauscht bettelt mich um 50 Cent an, sagt 20 Cent würden auch reichen. Auf meine Antwort: ich bin fast 80 und gehe noch arbeiten, sucht sie sehr schnell das Weite.

Ökonom Fratzscher fordert soziales Pflichtjahr für Rentner

Nur für Rentner, die in der Pflichtversicherung eingezahlt haben oder auch für

Pensionäre, Freiberufliche und Abgeordnete (Bund, Land EU)??

Der Rentner wird verpflichtet, der junge Erwachsene meldet sich freiwillig zum Wehrdienst oder auch nicht.   Wieso wurde überhaupt die Wehrpflicht abgeschafft? Eine populistische Maßnahme einstiger Politiker ohne Weitblick.  Wir sagen: Die Misere in der Pflege begann mit dem fehlenden Zivildienst und der Verfall im Sozialverhalten begann mit dieser Abschaffung.

Ein soziales Pflichtjahr für Rentner hat nichts mit Generationengerechtigkeit zu tun, das ist maßlose Verachtung einer Lebensleistung den älteren gegenüber und fehlender Mut, der jungen Generation klarzumachen, dass wir andere Zeiten haben.

Es ist kaum mehr als 20 Jahre her, dass ein/e 40jahrige/r keine Chance mehr hatte, eine Neuanstellung zu finden, Grund; zu alt. Ebenso wurden 50-60jährige unter den fadenscheinigsten Gründen aus dem Job „gekickt“. Ziemlich eindeutig war auch hier der Grund: Zu alt – zu teuer. Dann wurde das Renteneintrittsalter immer weiter nach hinten verschoben, obwohl es für viele Menschen aus gesundheitlichen Gründen eine Zumutung war, Die meisten bissen die Zähne zusammen, um nicht noch größere Einbußen für ihr Altersruhegeld hinnehmen zu müssen.

Jetzt kommt der Hammer!

Obwohl es nach wie vor eine hohe Arbeitslosigkeit gibt, sollen jetzt auch noch die Alten auf den Arbeitsmarkt gepresst werden. Was sollte das bringen? Da die Rentner ein „soziales Pflichtjahr“ ableisten sollen, und damit entsprechend billig wären, würde das die Arbeitslosenzahlen noch weiter in die Höhe treiben. Was dann die Jüngeren wieder in erhöhte Altersarmut treiben würde. Warum werden nicht vernünftige Maßnahmen ergriffen, um die jetzt Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt einzugliedern?

Zu so einem Schwachsinn fehlen mir weitere Worte. Es macht mich einfach sprachlos.

Berlin / Göttingen 01.09.25  US/UL

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