Wir brauchen mehr Hitzeschutz

Veröffentlicht am 30. Juni 2026

Offener Brief des SSB Graue Panther aus Südnds an die Rathäuser in den Landkreisen Göttingen und Northeim

Anlässig des bundesweiten Hitzeschutztages diesen Monat und den erlebten vergangenen Tagen, fordern wir von den Verwaltungen mehr für den Hitzeschutz für Obdachlose und andere vulnerable Gruppen in den Städten.
Der Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser von ausgezeichneter Qualität ist gerade im heißen Sommer für uns alle sehr wichtig und unterstützt eine gesunde Lebensweise. Ebenso ist es wichtig Schatten und geschützte Räume zu finden, vor allem in den Mittagsstunden.
In allen Cities der Region gibt unzähligen Leerstand an Geschäftsräume! Hier könnten die Verwaltungen rasche Lösungen mit zwischenzeitlichen Anmietungen und zur Verfügungstellung dieser Flächen entstehen lassen, wenn die Verwaltungen mal unbürokratisch und menschlich noch vor der Sommerpause handeln würden.

Wir fordern weiter, dass mehr Grün in den Quartieren und an den Fassaden zur Selbstverständlichkeit werden müsse.

Nach unserer Ansicht braucht es landesweit eine flächendeckende Umsetzung kommunaler Hitzeaktionspläne – mit klaren Zuständigkeiten, ausreichender Finanzierung und verbindlichen Zielen!

Die aktuellen Zahlen des Forsa-Instituts zum Aktionstagen sprechen eine besorgniserregende Sprache. In der Studie ist zu lesen, dass rund ein Viertel der Bevölkerung im vergangenen Jahr unter gesundheitlichen Folgen durch Hitze litt, bei den über 60-Jährigen war es sogar ein Drittel.

Besser kann man es nicht als Frau Luntz vom Deutschen Pflegerat:

„Hitze kann tödlich sein – vor allem für ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen. Pflegefachpersonen sind oft die Ersten, die warnen, handeln und schützen. Deshalb braucht es endlich verbindliche Strukturen, die ihre Expertise in Hitzeschutzplänen ernst nehmen und stärken. Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz – und der beginnt bei der Pflege.“

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